Logo
Logo
 
 
 
 

Neurodermitis

Wie zeigt sich Neurodermitis?

Patienten mit Neurodermitis leiden an Hautekzemen im Gesicht, an Hals, Kniekehlen, Ellenbeugen oder auch anderen Körperstellen. Die Hautekzeme treten oft schubweise auch dauerhaft auf und zeichnen sich besonders durch starken bis sehr starken Juckreiz aus.

Sichtbares Symptom einer Neurodermitis ist auch die trockene, spröde Haut.
Besonders auffällig sind beim Kleinkind Hautveränderungen im Gesicht sowie an Armen und Beinen.

Beim jugendlichen Patienten treten häufig Ekzeme in den Kniekehlen und Ellenbeugen auf.
Bei jungen Erwachsenen sind oft Gesicht und Halspartie betroffen. Neurodermitispatienten entwickeln in späteren Jahren oft Allergien oder Asthma.

Ursachen einer Neurodermitis

Es gibt keine einheitliche Ursache. Die Vererbung spielt eine grosse Rolle: Hat ein Elternteil eine Erkrankung wie Neurodermitis, allergischen Schnupfen etc. so beträgt das Risiko für das Kind, ein entsprechendes Krankheitsbild zu entwickeln, ca. 25%, sofern beide Elternteile betroffen sind sogar bis 50%.

Eine Neurodermitis ist nicht ansteckend. Bei einer entsprechenden Veranlagung spielen auch Umweltfaktoren für das Ausbrechen oder die Verschlechterung der Krankheit eine Rolle:

Jahreszeit und Klimafaktoren

Psychische Faktoren

Hautreizungen

Allergisierende Stoffe

Mechanische Hautirritationen

Behandlungsmöglichkeiten

Was können Sie als Patient selbst tun?

Hautpflege: tägliche Hautpflege zur Befeuchtung und Rückfettung mit Salben, Cremes und Lotionen

Kleidung: sollte bequem, luftdurchlässig, weich und nicht zu warm sein

Allergische und symptomfördernde Faktoren meiden: Hausstaubmilben, Tierhaare, synthetische Kleidung etc.

Ernährung: Zurückhaltung bei Kuhmilch, Eiern, Nüssen, Meeresfrüchten etc.

Psychologische Faktoren wie Stress oder weitere psychische Belastungen meiden

Was kann der Arzt tun?

Ihr Arzt verfügt über verschiedene Medikamente und Therapien, mit denen er Ihnen oder Ihrem Kind helfen kann.

Es gibt Medikamente gegen Juckreiz, sogenannte Antihistaminika. Für akute Fälle gibt es verschieden stark wirkende Kortisonpräparate.

Pflanzliche Therapieoptionen

Bei vielen Patienten mit Neurodermitis liegt ein Mangel an Gamma-Linolensäure, einer ungesättigten, natürlich vorkommenden Fettsäure vor, der sich in trockenen Hautveränderungen bis hin zur Schuppenbildung sowie einer Schwäche an entzündungshemmenden Wirkstoffen im Körper äussert.


Die zusätzliche Aufnahme der fehlenden Gamma-Linolensäure mit einem Präparat aus Nachtkerzensamenöl wird heute in der Behandlung von vielen Kinderärzten und Dermatologen als Zusatzbehandlung verschrieben.

Es wurde festgestellt, dass damit die Intervalle zwischen den akuten Schüben verlängert und der Kortisonverbrauch gesenkt werden kann. Die Krankenkassen übernehmen diese natürliche Behandlung für Neurodermitiker über die Grundversicherung.

Document icon

Broschüre Neurodermitis

» download