Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis)

Nasennebenhöhlen­entzündung (Sinusitis)

Eine Nasennebenhöhlen­entzündung ist ein unangenehmer Begleiter von Erkältungs­krankheiten. Pflanzliche Arzneimittel können die Symptome lindern und die Ursachen nachhaltig bekämpfen.

Nasennebenhöhlen­entzündung (Sinusitis)

Eine Nasennebenhöhlen­entzündung ist ein unangenehmer Begleiter von Erkältungs­krankheiten. Pflanzliche Arzneimittel können die Symptome lindern und die Ursachen nachhaltig bekämpfen.

Die akute Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) tritt meist bei grippalen Infekten auf. Kopfschmerzen, Schmerzen im Gesicht, eine verstopfte Nase und ein eingeschränkter Geruchssinn gehören zu den typischen Symptomen. Unbehandelt können sich die Beschwerden verschlimmern und chronisch werden. Antibiotika sind jedoch nur in manchen Fällen nötig oder sinnvoll. Sehr oft reichen schonende, pflanzliche Arzneimittel aus. Hier erfahren Sie mehr über die Ursachen, Symptome sowie Behandlung der Nebenhöhlenentzündung und darüber, welche Pflanzenwirkstoffe zur Therapie geeignet sind.

Die Nasennebenhöhlen sind luftgefüllte Hohlräume im Schädel, die direkt mit der Nase verbunden sind.Genauso wie die Nase sind auch ihre Nebenhöhlen mit Schleimhaut ausgekleidet. Die Schleimhaut der Nase und Nasennebenhöhlen produziert ein Sekret. An diesem Sekret bleiben Schmutz und Keime haften. Diese werden durch Flimmerhärchen Richtung Rachen transportiert. So wird der Nasen-Rachen-Raum stetig durchspült und gereinigt. Im Falle einer Entzündung ist diese natürliche Funktion gestört. Die Schleimhaut schwillt an, die Sekretproduktion steigt. Da die Nasennebenhöhlen lateinisch Sinus heissen, wird die Entzündung als Sinusitis bezeichnet.

Akute, wiederkehrende und chronische Nasennebenhöhlenentzündung

Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung tritt meist bei Erkältungskrankheiten auf. Wenn jemand mehr als viermal im Jahr davon betroffen ist, spricht man von einer wiederkehrenden (rezidivierenden) Nasennebenhöhlenentzündung. Dauern die Beschwerden länger als 12 Wochen an, ist laut medizinischer Definition aus der akuten Nasennebenhöhlenentzündung eine chronische Sinusitis entstanden. Meist sind die Symptome bei der chronischen Form weniger stark ausgeprägt, können sich aber immer wieder in Schüben verschlimmern.

Kieferhöhle am häufigsten betroffen

Insgesamt hat jeder Mensch vier Arten von Nasennebenhöhlen. Eine Sinusitis betrifft am häufigsten die Kieferhöhlen (Sinusitis maxillaris).

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Wie häufig ist Sinusitis?

Die Nasennebenhöhlenentzündung gehört zu den sehr häufigen Erkrankungen. Da sie durch Schonung oder eine Eigenmedikation mit pflanzlichen Medikamenten oft folgenlos ausheilt, geht nur ein Teil der Betroffenen zum Arzt. Deshalb ist es schwierig genaue Zahlen der Krankheitsfälle zu ermitteln. Mediziner gehen davon aus, dass pro Jahr in der Erkältungszeit rund jeder Fünfte von einer akuten Sinusitis betroffen ist. Studien zeigen ausserdem, dass hierzulande drei bis zehn Prozent der Bevölkerung unter einer chronischen Sinusitis leiden.

Eine akute Nasennebenhöhlenentzündung ist in den meisten Fällen die Folge einer Erkältungskrankheit. Bei einem Schnupfen (Rhinitis) oder grippalen Infekt können die Erreger von der Nase auf die Nebenhöhlen übergreifen. Durch die vermehrte Sekretproduktion und das Anschwellen der Schleimhäute verengen sich die Verbindungsgänge zwischen Nase und Nebenhöhlen. Das behindert die Selbstreinigung und begünstigt die Vermehrung der Krankheitserreger in den Nasennebenhöhlen.

Manchmal sind auch andere Ursachen für eine akute Nebenhöhlenentzündung verantwortlich. Das können Zahnentzündungen sein, die auf benachbarte Nebenhöhlen übergreifen. Auch Heuschnupfen kann in einigen Fällen zur Entstehung einer akuten oder chronischen Sinusitis beitragen.

Die chronische Nasennebenhöhlenentzündung hingegen kann unterschiedliche Ursachen haben. Manchmal entwickelt sie sich aus einer nicht auskurierten akuten Sinusitis. Andere Ursachen können Unverträglichkeiten, Allergien und bestimmte chronische Erkrankungen (Asthma, Mukoviszidose und andere) sein. Auch anatomische Auffälligkeiten der Nase können manchmal zu der Entstehung einer chronischen Sinusitis beitragen. Dazu gehören Nasenpolypen, eine schiefe Nasenscheidewand oder grosse Nasenmuscheln. Treten solche Symptome oder Auffälligkeiten auf, muss ein Arzt konsultiert werden.

Bei einer akuten Nasennebenhöhlenentzündung treten oft bohrende Schmerzen oder ein unangenehmes Druckgefühl auf. Wo die Schmerzen liegen, kann Hinweise geben, welche Nasennebenhöhle betroffen ist. Bei einer Entzündung der Kieferhöhlen schmerzen Oberkiefer und / oder Wangenbereich.

Zusätzlich treten je nach Patientin bzw. Patient bei der akuten Sinusitis oft noch weitere Symptome auf:

  • Kopfschmerzen
  • Schmerzen verstärken sich oft durch Positionswechsel oder schnelle Bewegungen (nach vorne beugen, Kopfschütteln, Klaps auf den Hinterkopf). Das gilt vor allem für Stirnhöhlenentzündungen.
  • Verstopfte Nase, Schnupfen und vermehrte Produktion von zähem Schleim
  • Das Sekret fliesst spürbar den Rachen hinunter. Manchmal ist das Abschlucken des zähen Schleims unangenehm.
  • Schwellungen im Gesicht
  • Gelb oder grünlich gefärbtes Sekret

Mögliche Komplikationen bei einer Nasennebenhöhlenentzündung

Meist heilt eine Sinusitis innerhalb von zwei bis vier Wochen aus. Eine Entzündung der Nebenhöhlen sollte jedoch nie auf die leichte Schulter genommen werden, denn bei einem schweren Verlauf sind auch Komplikationen möglich. Der erhöhte Druck in den Nebenhöhlen führt in manchen Fällen zu starken Schmerzen oder zu Benommenheit, im Extremfall bis hin zum Delirium. Starke und lang andauernde Entzündungsreaktionen können zudem die dünnen Knochenplatten angreifen und zersetzen, die die Nebenhöhlen von Nachbarorganen abgrenzen. Dadurch können Schäden an der Augenhöhle oder eine Hirnhautentzündung entstehen. Tritt ein sogenanntes Sinubronchiales Syndrom auf, also eine gleichzeitige Entzündung der Nasennebenhöhlen und der Bronchien, gelangen Schleim und darin enthaltene Krankheitserreger von den Nebenhöhlen aus in die Atemwege und können dort zu einer Bronchitis führen. Sobald Komplikationen auftreten, muss die Nasennebenhöhlenentzündung von einem Arzt untersucht werden.

Die Therapie einer Nasennebenhöhlenentzündung hat meist einen der zwei folgenden Ansatzpunkte:

  • Das Nasensekret verflüssigen oder den Sekretabfluss verbessern, damit die Belüftung, Selbstreinigung und damit die Heilung der Nebenhöhlen unterstützt wird.
  • Bekämpfung der Entzündung und ihrer Ursachen (Krankheitserreger) durch entzündungshemmende, antivirale oder antibakterielle Wirkstoffe.

Beide Ziele lassen sich durch nicht-medikamentöse Massnahmen sowie eine Therapie mit chemischen oder pflanzlichen Medikamente erreichen. Wichtig: Verschlimmert sich die Erkrankung immer weiter, dauert länger als zwei Wochen an oder kommt ansteigendes Fieber hinzu, sollten Sie zum Arzt gehen.

Was Sie nicht-medikamentös zur Unterstützung der Heilung tun können, finden Sie unten bei den Tipps.

Pflanzliche Arzneimittel

Mittel der Wahl zur Behandlung einer akuten Sinusitis sind pflanzliche Medikamente. Oft können sie auch bei chronischer Nasennebenhöhlenentzündung die Abheilung unterstützen.

Verschiedene Heilpflanzen können dabei helfen, die Nebenhöhlen zu befreien, indem sie das Nasensekret flüssiger machen, abschwellend auf die Schleimhäute wirken oder entzündungshemmende Pflanzenextrakte enthalten:

  • Präparate mit Eukalyptus-, Süssorangen-, Myrten- und Zitronenöl verflüssigen den Schleim und fördern den Abtransport des Sekrets aus den Nebenhöhlen.
  • Kombinationspräparate mit schleimlösenden Pflanzenextrakten (zum Beispiel aus Enzian, Schlüsselblume, Sauerampfer, Eisenkraut und Holunder) fördern ebenfalls den Abfluss des zähen Sekrets und wirken entzündungshemmend.
  • Pflanzliche Schleimlöser wie Efeu und Thymian werden oft bei Husten angewendet, doch sie unterstützen auch das Lösen des Sekrets bei einer Nebenhöhlenentzündung.

Medikamentöse Behandlung und Operation

Abschwellende Nasensprays oder Nasentropfen können eine verstopfte Nase befreien und den Sekretabfluss erleichtern. In manchen Fällen verschreibt der Arzt auch kortisonhaltige Nasensprays, um die Entzündung einzudämmen, oder Schleimlöser, um das Sekret zu verflüssigen. Kopfschmerzen und Druckschmerzen lassen sich durch Schmerzmittel lindern.

Fast immer sind zunächst Viren der Auslöser für eine akute Nasennebenhöhlenentzündung. Genau wie bei Schnupfen und Erkältung gehören die Erreger vor allem zu den Rhinoviren, Influenzaviren oder Parainfluenzaviren. Diese machen die Schleimhäute empfänglich für andere Krankheitserreger, sodass im weiteren Verlauf eine bakterielle Infektion (Sekundärinfektion) hinzukommen kann. Eine Therapie mit Antibiotika ist nur dann sinnvoll, wenn Bakterien als Erreger feststehen oder zumindest sehr wahrscheinlich sind.

Begleitend zu einer Behandlung mit pflanzlichen Arzneimitteln, können Sie einiges tun, um die Heilung einer Nasennebenhöhlenentzündung zu unterstützen.

  • Trinken Sie viel, das verflüssigt den Schleim und hält die Schleimhäute feucht.
  • Unterstützen Sie den Abfluss des Nasensekrets und halten Sie die Nasenschleimhaut feucht. Dazu können Nasenduschen und das Inhalieren beitragen.
  • Lagern Sie den Oberkörper oder zumindest den Kopf hoch, falls Sie im Liegen schlechter Luft bekommen.
  • Starke Temperaturschwankungen sollten gemieden werden. Diese können die Schmerzen verstärken.
  • Gönnen Sie sich Ruhe und kurieren Sie sich vollständig aus, damit die Beschwerden nicht chronisch werden.

Neigen Sie zu Nebenhöhlenentzündungen? Um die Entstehung einer Sinusitis zu vermeiden, können Sie auch vorab schon Massnahmen ergreifen.

  • Stärken Sie Ihr Immunsystem durch gesunde Ernährung, Bewegung, frische Luft, Wechselduschen, nicht Rauchen und wenig Alkohol. So vermeiden Sie Erkältungen.
  • Im Falle einer Erkältung sollten Sie nicht zu stark schnäuzen. Zu hoher Druck kann vermehrt Sekret und Krankheitserreger in die Nebenhöhlen drücken.
  • Halten Sie die Nase möglichst durch Nasenduschen, Inhalieren oder Nasensprays frei, damit das Sekret leichter aus den Nebenhöhlen abfliessen kann.
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